Trauma­bearbeitung

Zwei wesentliche Grundbedürfnisse eines jeden Menschen sind Verbundenheit und Entwicklung. Jeder  Mensch sehnt sich danach, Teil einer Gemeinschaft zu sein und sich neue Kompetenzen anzueignen. (Hüther, 2013)

Nach traumatischen Erlebnissen können diese Bedürfnisse verschüttet sein. Traumatisierte Menschen verlieren oft den Glauben daran, dass es jemand gut mit ihnen meint.

Um ein Trauma sinnvoll bearbeiten zu können, braucht es

  • vertrauensvolle Menschen und warmherzige, heilende Beziehungen
  • ein Gefühl von Sicherheit, einen sicheren Ort
  • Entscheidungsfreiräume, um die eigene Selbstwirksamkeit zu erleben und wieder zu integrieren

 

Pferde sind soziale Wesen, sie leben wie wir Menschen in einer Gemeinschaft (Herde). Ohne die Herde, den sicheren Ort, können Pferde in der freien Wildnis nicht überleben. Trotz der deutlichen körperlichen Überlegenheit der Pferde kann sich eine gegenseitige vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier entwickeln.

Durch die Begegnung mit dem Pferd können neue Räume entstehen, in denen sich der Mensch als wirksam erlebt. Pferde spüren im Moment, ob der Gegenüber präsent ist oder nicht und reagieren darauf, indem sie sich ihm zu- oder abwenden. Durch diese klaren Signale kann eine direkte Selbstwirksamkeit erfahren werden.

Des Weiteren ist das Wiederentdecken der eigenen Ressourcen eine wichtige Grundlage, um eine erfolgreiche Traumaarbeit leisten zu können. Dabei gibt es zwei wichtige Ziele: die Präsenz in der Gegenwart wieder herzustellen sowie Kontrolle und Handlungsfähigkeit über sich selbst und das Leben zurückzugewinnen.

Bei alledem können Pferde unschätzbare Helfer sein.

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